Umwelt & Grün

Themenwoche in der ARD »Woran glaubst Du?«


Rike Fischer von »Leben in Findorff« glaubt an ...

 

Die Themenwoche in der ARD vom 11. bis 17. Juni 2017 fragt: »Woran glaubst Du?« Bei Radio Bremen hat man diese Frage abgewandelt und fragt in der buten un binnen Wochenserie »Woran glauben BremerInnen?« Mit dabei ist Rike Fischer von »Leben in Findorff«! Sie glaubt, dass es total wichtig ist, im Einklang mit der Natur zu leben und bezieht selbst ganz viel Kraft aus der Natur. Diese Kraft schenkt Rike Fischer der Natur jeden Tag zurück. Sie pflanzt Wildblumen am Straßenrand und ermutige alle Leute, möglichst viele Wildblumen für die Insekten zu pflanzen, so dass wir möglichst viel Artenvielfalt hier in der Stadt Bremen haben – und hat in diesem Zusammenhang auch unseren aktuellen Zwischenruf »Kleingärten nutzen, statt in Bauland umzuwandeln« verfasst. Starten Sie das Video.

Rodung Kastanienstraße


90 Bäume sind gefallen

© Foto: Leben in Findorff
© Foto: Leben in Findorff

Die Deutsche Bahn hat an der Kastanienstraße zwischen Münchener und Herbststraße den vorhandenen alten Baumbestand fast komplett gerodet. Diese Maßnahme soll der Betriebssicherheit dienen: Die Mindestabstände zwischen Gehölzen und stromführenden Anlagen seien zu gering, so die DB. Die  Fällaktion betrifft rund 90 Bäume, eine ganze Reihe davon sind Großbäume. Für das Findorffer Quartier stellt dieser Grünraum eine wichtige grüne Oase dar und bietet wertvollen Lebens- und Aufenthaltsraum für Mensch und Tier. Der Beirat hatte gefordert, die geplante Fällung auszusetzen, Doch trotz des vereinten Protests von Anwohnern, Initiativen und des Beirates wurden rund 90 Bäume gefällt. Daran konnte auch ein Ortstermin mit Umweltsenator Lohse und ein vom Beirat beauftragter unabhängiger Gutachter nichts mehr ändern. . Mehr...

Bäume Hemmstraße


Bürgerprotest erfolglos

Trotz einer friedlichen Protestaktion von AnwohnerInnen wurden auch die sechs gesunden Bäume vor der Eisdiele an der Hemmstraße gefällt. Sehr Schade, denn die Bäume trugen besonders zur Attraktivität und Aufenthaltsqualität dieses für Findorff wichtigen öffentlichen Raumes bei. Nach Aussagen der Eigentümer war die Fällaktion notwendig, da die Bäume mit Ihren Wurzeln die Gehwegplatten hochdrücken und die Verkehrsicherheit gefährden. Nachgepflanzt wurden nicht wie ursprünglich vorgesehen kleine Platanen, sondern Hainbuchen. Doch für über 55.000 Euro, die die Aktion kostet, wäre nach Meinung von Landschaftsplanern auch eine intelligente Lösung mit einer neuen Platzgestaltung, wassergebundenen Decke bzw. höherer Pflasterung, sicherer Wegeführung und der Erhalt der großen Bäume möglich gewesen.

 

Lesen Sie über die Abholzung auch einen Bericht in BILD und über den Protest im Weser Kurier....

 

 

1. Findorffer Pflanzfest Münchener Straße


Findorff blüht auf: mit Wildblumen und Hochgrün

Alle Fotos © Ulf Jacob (5), Mathias Rätsch (23), Leben in Findorff

Den tristen, grauen Straßenraum der Münchener Straße – eigentlich ein Modellprojekt für den zukünftsfähigen Straßenbau – bunter zu gestalten, damit attraktiver zu machen und mit Leben zu füllen waren alles gute Gründe für das 1. Findorffer Pflanzfest, das am Samstag, den 23. April 2016 an der Münchener Straße stattfand. Unter dem Motto »Findorff blüht auf!« hatten der Findorffer Beirat, der Verein Findorffer Geschäftsleute und die Initiative Leben in Findorff mit Unterstützung von Tafelobstgarten und BUND zu einem bunten Frühlingsfest eingeladen. Dank der großartigen Pflanzenspenden und der vielen »Pflanzenpaten« verwandelte sich die Straße in kurzer Zeit zu einem wahren Stadtgarten. Viele Baumbeete wurden von Müll befreit und mit bienenfreundlichen Blumen bepflanzt. Die urban garding-Expertin Rike Fischer brachte viele Wildblumen mit und gab Pflanztipps aus erster Hand. Wertvolle Pflanzhilfe kam auch von BewohnerInnen der Flüchtlingsunterkunft Fürther Straße, die mit großem Engagement leere Beete in ein buntes Blumenmeer verwandelten. Und Bienenkönig Heinrich Lenz war mit seinem rollenden Honigmobil vor Ort dabei.

 

Grünpoller 2.0


Der 1. Bremer grüne Hochpoller
Der 1. Bremer grüne Hochpoller

Ortsamtsleiterin Ulrike Pala eröffnete das Pflanzenfest und weihte gemeinsam mit Marcella Dammrat-Tiefensee, Vorsitzende der Findorffer Geschäftsleute, den ersten »Bremer grünen Hochpoller« ein: eine extra für die Begrünung von Laternenmasten entwickelte Spezialblumenampel, die von der Firma GEFA Produkte Fabritz GmbH gesponsort wurde. Die attraktiven Pflanzbehälter könnten künftig im gesamten Straßenraum zum Einsatz kommen, wenn sich eine Finanzierung findet. Und auch Ideen für Kunstobjekte nahmen Gestalt an: Caroline Schwarz, Künstlerin der Plantage 9, kreiierte eine Mosaikskulptur, die nach Vollendung Ihren Platz an der Straße finden soll. Und zur Belohnung gab es nach getaner Gartenarbeit regionalen Bienenhonig, selbstgemachten Biokuchen und lecker Punsch; dank der freundlichen Unterstützung durch die »Karotte« und »Knubkes«.

 

Lesen Sie auch den Artikel: »Findorff blüht auf | Toller Erfolg fürs große Pflanzfest« in der BILD Zeitung und Fruchtbarer-Gemeinschaftssinn im Weser Kurier.

 

Mehr tun für Aufenthaltsqualität


Nach der erfolgreichen Premiere des 1. Findorffer Pflanzfestes denken die Veranstalter daran, ein solches Frühlingsfest an der Münchener Straße jährlich zu etablieren. Der Beirat Findorff wünscht sich zudem, zur weiteren Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Münchener Straße das Aufstellen von attraktiven und verkehrssicheren Pflanzkübeln, von dauerhaft haltbaren und attraktiven Sitzmöbeln als Sitzgelegenheiten sowie Müllbehältern und attraktive Kunst im öffentlichen Raum. Nachfolgend der vollständige Forderungskatalog.

 

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Forderungen des Beirates
Ziel ist die Verbesserung der Attraktivität der Münchener Straße.
Konzept Beirat Findorff Verbesserung Auf
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Jetzt mitmachen!


Engagierte »Pflanzenpaten« gesucht

So sahen einige Beeten bisher aus...
So sahen einige Beeten bisher aus...

Gesucht werden noch »Pflanzenpaten«, die sich dauerhaft um ein Blumenbeet vor ihrer Haustür oder in ihrer Nähe kümmern. Sie haben einen sonnigen Standort vor Ihrer Haustür – wir haben die passenden Pflanzen! Werden Sie Pate/in für ein bienenfreundliches Blumenbeet und kümmern Sie sich dauerhaft darum. Wir unterstützen Sie gerne. Patenschaften müssen mit Umweltbetrieb Bremen (UBB) geregelt werden. Auf der UBB-Internetseite wird das gut erklärt.

Bunt und lebendig oder verkehrgefährdend: »Bremer Grünpoller«


Grünpoller sorgen weiter für Aufmerksamkeit

Urban Gardening oder Stadt-Natur ist derzeit in aller Munde, in die Städte soll mehr Grün einziehen. Die einen wollen das mit »Seedbombs« (Saatbomben) erreichen, andere nutzen Brachflächen, um sie mit vielen Gleichgesinnten in Gärten für alle zu verwandeln. Lesen Sie dazu den aktuellen Weser Kurier Artikel.
Einen anderen Weg geht die Stadt Bremen mit so genannten »Grünpollern«, schreibt das bundesweit erscheinende »marktblatt«.  Und in der Jubiläumssendung vom Westendradio spricht urban gardening-Expertin Rike Fischer über die Bremer Grünpoller und über urban gardening in der Stadt. Nachzuhören hiermehr...

Urban gardening auf einem Blick


Bremen will mehr für Urban Gardening tun

Die rot-grüne Regierung in Bremen will mehr für das Stadtgrün und urban gardening tun. Im aktuellen Koalitionsvertrag heisst es: "Wir ermutigen alle Bremerinnen und Bremer, ihr grünes Bremen mitzugestalten. Dazu werden wir mehr Flächen für Urban Gardening bereitstellen, mehr Baumpatenschaften und »Minigärten« auf Flächen im Straßenbegleitgrün ermöglichen und die Begrünung von Hausdächern und Fassaden fördern. (..) Wir wollen mit einem Förderprogramm alte Obstbäume und lokale Sorten erhalten und dazu Beratung bieten. In Bremen haben sich inzwischen eine ganze Reihe von Urban Gardening Projekten etabliert.

 

Alle Urban Gardening Projekte in Bremen auf einen Blick finden Sie hier...

Grünanlagen in Findorff


Torfhafen: jetzt wieder ein »Aushängeschild«

Eine neue Rampe sorgt für den behindertengerechten Zugang zur Grünanlage.
Eine neue Rampe sorgt für den behindertengerechten Zugang zur Grünanlage.

Die lange verwahrloste Grünanlage am Torfhafen in Findorff kann sich wieder sehen lassen: Dank des Engagements von Anwohnern, Stadtteilbeirat und Umweltbetrieb sowie der Unterstützung ansässiger Unternehmen wurde die Anlage jetzt rundum saniert. Sträucher wurden neu gepflanzt, der Rasen aufgearbeitet und sogar eine neue Rampe für den behindertengerechten Zugang konnte dank einer Spende der ESPABAU errichtet werden. Ende Mai soll die neue Grünanlage mit einem kleinen Fest eingeweiht werden. »Findorff hat wieder ein echtes  grünes Aushängeschild«, freut sich Ulf Jacob von der Initiative »Leben in Findorff«. Möglich war das nur durch die gute Zusammenarbeit im Stadtteil sowie durch das private Engagement einer engagierten Anwohnerinitiative und der Unterstützung von Unternehmen und Wirtschaft. Ein besonders gutes Beispiel, das bremenweit Schule machen sollte! Auch die BILD Zeitung und der Weser Kurier berichtete über die Gemeinschaftsaktion am Torfhafen. Der Findorffer Beirat hatte die Sanierung der auch touristisch wichtigen Grünanlage am Torfhafen aus Stadtteilmitteln einmalig gefördert und verband die Unterstützung mit der Forderung an die Stadt, dringend mehr für Grünanlagen und Straßenbäumen zu tun (siehe unten). Wie die Situation am Torfhafen und viele weitere Beispiele zeigen, werden der Mindestunterhalt und die Pflege von Grünanlagen in Bremen seit Jahren erheblich vernachlässigt. mehr...

 

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Beschluß Beirat Findorff zu Grünanlagen vom 24. März 2015
Position Grünanlagen Beirat 3.15.pdf
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Findorff wird grüner


Lücken geschlossen: 80 junge Bäume gepflanzt

 

Findorff wird etwas grüner: Bis Ende April wurden immerhin rund 80 neue Bäume im Stadtteil gepflanzt, das gab der zuständige Umweltbetrieb Bremen gegenüber FindorffAktuell bekannt. Damit konnten die meisten „Baumlücken“ der Vergangenheit noch einmal geschlossen werden. Doch für regelmäßige Nachpflanzungen hat Bremen kein Geld mehr. Das haben jetzt auch alle in der  Bürgerschaft vertretenen Parteien auf einer Veranstaltung des Bündnis  »grünes bremen« beklagt und nach der Wahl Abhilfe versprochen. Wir sollten sie daran erinnern. Wie wichtig Grünflächen zum Beispiel auch für die Gesundheit der Menschen sind, war dort ebenfalls Thema eines spannenden Vortrags von Thomas Claßen von der Uni Bielefeld. mehr...

 

Für eine vergrößerte Darstellung klicken Sie einfach in die Bilder.

grünes bremen


Bürgerengagement besser unterstützen

Neupflanzungen am Torfhafen in einer vorbildlichen Gemeinschaftsaktion der Anwohnerinitiative und der Torhafengastronomie - unterstützt vom Beirat und ESPABAU
Neupflanzungen am Torfhafen in einer vorbildlichen Gemeinschaftsaktion der Anwohnerinitiative und der Torhafengastronomie - unterstützt vom Beirat und ESPABAU

Das Bündnis  »grünes bremen« fordert konkrete Maßnahmen zum Erhalt und für die Weiterentwicklung von Grün- und Freiflächen. »grünes bremen« unterstützt die Forderungen aus den Stadtteilen nach mehr finanzieller und personeller Ausstattung für den zuständigen Umweltbetrieb Bremen. Bürgerengagement und freiwillige Initiativen aus den Stadtteilen bei der Grünpflege müssten unterstützt statt auszubremst werden. Das könne allerdings nur in Abstimmung mit den für »Stadtgrün« Verantwortlichen funktionieren. Wenn Bürger einen Eigenanteil – beispielweise für Pflege und Unterhalt mit einer Patenschaft übernehmen – muss die Stadt ebenfalls mindestens die Hälfte der Kosten beisteuern, damit private Initiative wirklich angeregt wird, so das Bündnis.

 

 

Klimawandel in der Stadt


Die klimagerechte Stadt

Lutz Oelsner (l.,GESTRA) und Ulrike Pala (2.v.l. Ortsamt)
Lutz Oelsner (l.,GESTRA) und Ulrike Pala (2.v.l. Ortsamt)

Experten und Politiker diskutierten in Findorff über die "Klimagerechte Stadt". Auf der Tagesordnung stand auch die Besichtigung des Modellprojektes Münchener Straße. Die neue Straße soll nach Aussagen der Leiterin des Amts für Straßen und Verkehr, Brigitte Pieper, Vorbild für künftige Straßengestaltungen in Bremen werden. Eingeladen hatte das Bündnis Grünes Bremen. Dicht bebaute Stadtteile wie Findorff sind sehr anfällig für Klimafolgen. mehr...


 

 

Leben mit Wasser - Maßnahmen gegen Starkregen


Gute Beispiele

Gutes Beispiel: ortsnahe Regenentwässerung
Gutes Beispiel: ortsnahe Regenentwässerung

Die Erfahrung  lehrt: Auch und gerade in den besonders gefährdeten, „tief“ und Grundwasser nah liegenden Stadtteilen wie in Findorff ist unbedingt mehr Vorsorge zu treffen, um die Folgen von extremen Regenereignissen abzuschwächen. Ein großes Problem ist hier wie in anderen Stadtteilen die zunehmende Versiegelung von Siedlungs- und Verkehrsflächen. Nicht zuletzt diese haben dazu geführt, dass Kanäle immer größere Regenmengen aufnehmen müssen und damit häufig ausgelastet sind. mehr...



Behördenwarnung


Grundwasser verseucht

Bitte anklicken zum vergrößern
Bitte anklicken zum vergrößern

Das Grundwasser in weiten Teilen Findorffs gilt auf unbefristete Zeit als verseucht. Darüber hat die Umweltbehörde die Anwohner jetzt informiert. Festgestellt wurden Verunreinigungen mit sogenannten leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen, kurz LHKW. Konkret betroffen ist das Gebiet zwischen Hemmstraße, Winterstraße, Admiralstraße und Dransfelder Straße (siehe obige Karte - zur Vergrößerung bitte anklicken). Hier sollte kein Wasser mehr aus Gartenbrunnen - etwa zum Spielen, oder als Gießwasser - verwendet werden, warnt die Umweltbehörde. Das Wasser aus dem Leitungsnetz der öffentlichen Trinkwasserversorgung ist nicht betroffen. LHKW wurden und werden auch heute noch vorwiegend als Reinigungs- und Entfettungsstoffe in der Metallverarbeitung und der chemischen Reinigung eingesetzt. Die Stoffe können über die Atemluft, den Magen-Darm-Trakt oder durch Hautkontakt aufgenommen werden. Mögliche Wirkungen können Reizerscheinungen der Augen oder Schleimhäute sein. Einige der Einzelstoffe können Leber und Nieren schädigen, andere Krebs erzeugen. Bereits im letzten Jahr wurden Grundwasserbelastungen im Bereich Hemmstraße und Münchener Straße mit Schwerpunkt Ecke Frielinger Straße (Chemische Reinigung) lokalisiert. Neue Analysen zeigen nach Angaben der Behörde nun eine erheblich größere Ausdehung. Ursache seien wahrscheinlich mehrere Schäden aus verschiedenen Quellen, die schon vor vielen Jahren eingetreten sind. Die Behörde hat weitere Untersuchungen angekündigt. mehr...

 

Die Behörde informiert mit folgendem Schreiben:

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Anwohnerinfo Findorff 2014.pdf
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Anwohnerinfo_2013 Findorff.pdf
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Lesen Sie dazu auch den aktuellen Artikel im Weser Kurier.

 

 

Stadt- und Solarpark


Neuer Solarpark und Wegeverbindung

Ein neuer Stadt-Park in bester Lage!
Ein neuer Stadt-Park in bester Lage!

Die großen Brachflächen (ca. 4 ha und 3 ha) in zentraler Innenstadtlage zwischen Güterbahnhof, Findorff, Doventor und Utbremen/ Walle bieten auch mit dem neuem Gleis Chancen für neue Nutzungsformen. Unser Vorschlag: Alternative Entwicklungsperspektiven wie ein Solarpark entwickeln. Das Gelände der Oldenburger Kurve und der alten Güteranlagen könnte z. B. mit Erdwällen, Baumpflanzungen etc. so gestaltet sein, dass die Auswirkungen der Oldenburger Kurve für die angrenzenden Gebiete gedämpft werden. mehr...