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Zu schmale Fahrradstreifen auf der neuen Findorffstraße


Nach Protest: Radfahrstreifen wird breiter

vorher: neuer Fahrradstreifen zu schmal....
vorher: neuer Fahrradstreifen zu schmal....
...nachher: breiterer Streifen, aber neue Fahrbahn beschädigt
...nachher: breiterer Streifen, aber neue Fahrbahn beschädigt

Der erste Teilabschnitt der Findorffstraße ist nach den Kanalbaumaßnahmen fertig, doch wurde der Schutzstreifen für den Radverkehr entgegen der ursprünglichen Planung statt 1,50 Meter lediglich rund 1,00 Meter breit und damit viel zu schmal für eine sichere Nutzung hergestellt. Aus dem vermeintlichen "Schutzstreifen" wäre so eine Gefahrenquelle geworden. Denn entweder bewegen sich die Radfahrer zu nah im Türbereich der parkenden Autos oder sie laufen Gefahr, bei Gegenverkehr sehr eng überholt zu werden. Das hat der Beirat jetzt auf Antrag der Grünen in Findorff moniert und innerhalb kurzer Zeit eine Verbesserung erreicht. Der Radstreifen wird in Kürze auf 1,50 Mindestbreite im gesamten Straßenverlauf noch einmal neu markiert. Das ist wichtig, denn die Findorffstraße ist u.a. der zentrale "Zubringer" für die Schülerinnen und Schüler des Alten Gymnasiums und in Richtung Innenstadt aus Findorff. Mit der Einschränkung, dass der gerade neu gebaute Straßenbelag bereits beschädigt ist....

 

 

Zwei Jahre Baustelle Findorffstraße


Erste Teilstücke fertiggestellt

Die geplanten Kanalbauarbeiten an der Findorffstraße sind in vollem Gange. Das erste Teilstück des neuen Kanals ist inzwischen fertig. Doch aufgrund der Behinderung durch Mauerreste des alten Torfkanals, die in keinen Plänen verzeichnet waren, liegen die Bauarbeiten etwa 2 Monate hinter dem Zeitplan. Zudem muss die Straße jetzt in voller Breite aufgerissen werden. Das bietet allerdings doch noch die Chance, die Straße 2018 im Abschnitt Admiralstraße und Findorfftunnel attraktiver und sicherer zu gestalten und die überbreite Fahrbahn zugunsten von mehr Platz für Fuß- und Radverkehr zurückzubauen. Vorschläge siehe unten.

 

Nach Fertigstellung des Neubaus erfolgt im Laufe des nächsten Jahres die Renovierung des alten Kanals. Der 100 Jahre alte, marode Kanal wird dann grabenlos mit Schlauch-Linern in zwei verschiedenen Schritten saniert. Der doppelte Ausbau der Kanäle wurde gewählt vor dem Hintergrund zu erwartender Starkregenereignisse in Folge des Klimawandels. Das Projekt wird voraussichtlich im September 2018 abgeschlossen sein. Der motorisierte Verkehr wird sich für die Dauer von zweieinhalb Jahren auf Behinderungen einstellen müssen. Dafür muss die Straße abschnittsweise vollgesperrt werden. Parallel werden Umleitungen eingerichtet. Umleitungen sind großräumig ausgeschildert. Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle jederzeit passieren.

 

Die Kanalbaumaßnahmen und die Erneuerung der Nebenanlagen sind in sieben längere und kürzere Abschnitte unterteilt:

1. Einmündungsbereich Eickedorfer Straße bis Höhe Grünbergstraße/Buddestraße

2. Einmündungsbereich Eickedorfer Straße bis Höhe Sommerstraße/Brandtstraße

3. Buddestraße bis Höhe Brandtstraße

4. Buddestraße bis Admiralstraße

5. Admiralstraße bis Höhe Brandtstraße

6. Plantage bis Höhe Brandtstraße

7. Plantage bis Höhe Admiralstraße

 

Bei allen Fragen bezüglich der Kanalerneuerung wenden Sie sich bitte an die Bauleitung der hanseWasser Bremen, Herrn Dammann, Tel: 0421-988-1316. Näheres zu den Planungen an der Findorffstraße veröffentlicht Hansewasser im »Baustellenradar«.

 

Download
Bauablauf Findorffstraße aktuell
verkehrskonzept_findorffstrasse_5.pdf
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Die bessere Findorffstraße


Sanierung für Aufwertung nutzen

So soll die neue Findorffstraße aussehen - rechts Eickedorfer Straße, links Findorfftunnel-  zum Vergrößern klicken
So soll die neue Findorffstraße aussehen - rechts Eickedorfer Straße, links Findorfftunnel- zum Vergrößern klicken

Im Rahmen der beginnenden Baumaßnahmen an der Findorffstraße ist bisher lediglich vorgesehen, Gehweg, Radfahrer-Schutzstreifen und Nebenstraßen-Einfahrten im Bereich zwischen Eickedorfer- und Grünbergstraße mit geringem Aufwand an der Oberfläche zu verbessern. Doch sollte die einmalige Gelegenheit genutzt werden, Sicherheit und Komfort der stark auch von Radfahrern nachgefragten Verbindung der Findorffstraße nachhaltig zu verbessern und die zentrale Straße auch für den Fussverkehr aufzuwerten, fordert Leben in Findorff und unterstützt entsprechende Vorschläge des ADFC Bremen:

 

1. Findorffalle wird Fahrradstraße


Die Findorffallee parallel zum Torfkanal auf der Bürgerparkseite lädt zum entspanntes Radfahren ein, auch nebeneinander in einer Fahrradstraße mit Parkverbot auf der Kanalseite, Vorfahrt an Neukirchstraße.

 

2. Kreuzung Eickedorferstraße


In der Kreuzung werden alle für den Radverkehr fehlenden Markierungen ergänzt und von der Findorffallee leitet dann eine markierte Spur direkt in den Schutzstreifen Findorffstraße über.

3. Findorffstraße sicherer machen


Der Radverkehr bekommt  künftig genügend Abstand zu den parkenden Autos und wird bis zur Admiralstraße auf einem Schutzstreifen  komplett durchgeführt, um Gefährdungen durch rechts abbiegende Autos zu minimieren. Die Tempo 30-Begrenzung bleibt, weiterhin wird es keinen Mittelstreifen geben. In der Gegenrichtung (stadtauswärts) kann auf einem breiteren Radweg in Zukunft überholt werden, es wird Aufstellplatz für das Linksabbiegen in die wichtigsten Wohnstraßen geben.

 

4. Kreuzung Admiralstraße / Th.-Heuss-Straße


An der Kreuzung Findorffstraße/ Admiralstraße/ Th.-Heuss-Straße müssen neue Markierungen für ein direktes Abbiegen Rtg. Bahnhof aufgebracht werden. Außerdem muss ein schlankes Abbiegen in die Admiralstraße ermöglicht werden.

 

 

5. Öffentlichen Raum an Plantage aufwerten


Die Fahrbahn wird deutlich zurückgebaut, und damit das Tempo der Autos gedämpft.

 

Radweg, Gehweg und Parkflächen werden neu sortiert, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Neue Bäume verbessern das Stadtklima und werten den vernachlässigten öffentlichen Raum in Höhe der Plantage auf. Damit wird die bevorstehende Entwicklung des Gebietes gefördert.

 

6. Plantage und Tunnel


 

In Höhe Plantage wird es eine neue Mittelinsel geben, damit Radfahrer gut und sicher queren können. Langfristig wird das

 

Kopfsteinpflaster in der Plantage gegen Asphalt ausgetauscht.

 

 

 

Aktuell: Findorffstraße unsicher und unakttraktiv

Das 600 m lange Findorffstraße muss aufwändig saniert werden. Bild  © hansewasser
Das 600 m lange Findorffstraße muss aufwändig saniert werden. Bild © hansewasser

Ursprünglich sollte die Sanierung im Herbst 2015 im Anschluss an die Fertigstellung der Münchener Straße beginnen. Bereits im Mai 2014 wurden gravierende Schäden am rund 600 Meter langen Kanal zwischen Findorfftunnel und Hollerallee in Höhe der Plantage entdeckt. Die Kanalrohre aus dem Baujahr 1913 weisen hier ein „Maulprofil“ mit einer Höhe von 1,80 Metern und einer Breite von 2,50 Metern auf, und sie liegen teilweise nur noch einen halben Meter unter der Straßendecke. Damit Kanal und Straße den Belastungen ohne eine Vollsperrung und sofortige Sanierung Stand halten können, gelten seitdem Verkehrsbeschränkungen und vor allen die Umleitung der Buslinie 25 über die Plantage. So darf die Findorffstraße zwischen Budde- und Admiralstraße nur von Fahrzeugen mit einem Maximalgewicht von zwölf Tonnen befahren werden. Zwischen Admiralstraße und Plantage in Richtung Findorfftunnel darf der Schwerlastverkehr nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Die Anwohner rund um Herbststraße und Plantage müssen noch eine Weile damit leben, dass die Buslinie 25 durch ihr Quartier geleitet wird.

 

Näheres zu den Planungen an der Findorffstraße veröffentlicht Hansewasser im »Baustellenradar« unter www.hansewasser.de