FINDORFF AKTUELL

Nach sechs Monaten im neuen Jugendbeirat Findorff: ein Resümee von Zehra Aggün


»Es muss klar sein, das wir der Jugendbeirat sind.«

Zehra Aggün engagiert sich für die Interessen von Jugendlichen im Stadtteil. Foto © Pia Straßburger
Zehra Aggün engagiert sich für die Interessen von Jugendlichen im Stadtteil. Foto © Pia Straßburger

 

Leben in Findorff: Zehra, Du bist seit November 2015 gewähltes Mitglied im Jugendbeirat Findorff. Wie fällt Dein Resümee nach einem halben Jahr Amtszeit aus?

 

Zehra Aggün: Wir haben uns bis jetzt erst gefunden und waren in der Aufbauzeit, um uns natürlich erstmal kennenzulernen. Als ich 2013 erstmals gewählt wurde war es genauso. Wenn man sich erstmal besser kennt, macht die Arbeit gleich auch mehr Spaß. Wir sind bereits in der Planung für neue Projekte. Deswegen bin ich bis jetzt sehr zufrieden mit der Arbeit unseres Jugendbeirates.

 

Leben in Findorff: Im Video von »Menschen in Findorff« sagt Pia, das sie sich für den Jugendbeirat von außen – insbesondere von den Politikern – mehr Aufmerksamkeit wünscht. Aufmerksamkeit muss man sich ja auch verschaffen. Inwieweit ist der Jugendbeirat in die Entscheidungen des »richtigen« Beirats eingebunden und was tut ihr selbst dafür, um euch für eure Themen in der Öffentlichkeit und speziell bei Jugendlichen Gehör zu verschaffen?

 

Zehra Aggün: Mehr Aufmerksamkeit wünscht sich natürlich jeder Beirat. Da unserer aus Jugendlichen besteht, ist unsere erste Anlaufstelle natürlich die Schule. Auch durch regelmäßige Treffen im Freizi und in Jugendbeteiligungsrunden stehen wir sehr viel in Kontakt mit SchülerInnen und Jugendlichen im Stadtteil. Wir haben mittlerweile auch unsere ersten Flyer entwickelt, um so mehr in die Öffentlichkeit zu gehen. Bei den Entscheidungen des Beirats sind wir nicht stimmberechtigt; werden allerdings oft vor allem durch David und Claudia aus dem Beirat nach unserer Meinung gefragt.

 

Leben in Findorff: Seit kurzer Zeit gibt es in unserem Stadtteil einen Konflikt über die geplante Bebauung des Corvey-Spielplatzes mit einem Kita-Neubau. Nach dem aktuellen Plänen soll ein großer Teil der Spiel- und Grünflächen überbaut werden. Auch teilweise große Bäume müssten gerodet werden. Eine Bürgerinitiative hat sich gegründet und fast 1.600 Unterschriften im Stadtteil gesammelt. Anderseits sagen die Behörde und auch der Beirat, dass in Findorff Kinderbetreuungsplätze fehlen und das es keine anderen Flächen für die Bebauung gibt – also ein echter Interessenkonflikt, den die PolitikerInnen jetzt regeln müssen. Wie steht der Jugendbeirat dazu? Wie ist Eure Position?

 

Zehra Aggün: Das Problem mit dem Corvey-Spielplatz ist uns bekannt. Wir haben bereits einige Sitzungen dazu besucht und ein Gespräch mit der Beiratssprecherin organisiert. Wir sind aber noch in der Meinungsbildung, da dies kein einfaches Thema ist und Zeit braucht. Allerdings steht für uns natürlich fest, das die Spiel- und Grünflächen sehr wichtig sind und deshalb nicht wegfallen sollten. Da der Basketballplatz auch eine große Anlaufstelle für Jugendliche im Stadtteil ist, ist dieser vorerst das wichtigste Thema für uns. Es muss eben klar sein, das wir der Jugendbeirat sind und die Jugendlichen im Stadtteil repräsentieren und unterstützen. Nach neueren Angaben wird voraussichtlich von der Bezirkssportanlage Findorff etwas Fläche abgegeben, so dass ich glaube, das ein guter Kompromiss bezüglich der Bebauung beschlossen wird.

 

Leben in Findorff: Demnächst ist ein »Runder Tisch« geplant, an dem alle Beteiligten vertreten sein sollen. Spielplätze und Kitas sind ja für die Kinder im Stadtteil da; also genau euer Thema. Ist der Jugendbeirat Findorff am »Runden Tisch« vertreten, damit auch Eure Stimme gehört wird?

 

Zehra Aggün: Ja, unser Jugendbeirat wird auch am »Runden Tisch« teilnehmen. Uns ist es wichtig auch etwas einbringen zu können.

 

Leben in Findorff:  Zehra, wir danken Dir für dieses Gespräch und wünschen Dir für Deine Arbeit im Jugendbeirat weiterhin viel Erfolg.

 

 

Summer in the Stadtteil


Empfehlenswert: lokale Lieblingsorte in Findorff

Die Sonne lacht manchmal schon ganz sommerlich und man möchte sofort ein Bier trinken oder lecker Essen gehen. Wir empfehlen Ihnen besonders gastliche Orte in und um Findorff, an denen man in diesem Sommer unbedingt mindestens einmal gewesen sein sollte. mehr... 

Gegründet: Bürgerinitiative jetzt auch in der Neustadt


Protest gegen Spielplatzbebauung weitet sich aus

Nachdem sich in Findorff unter dem Motto »Keine Bebauung des Corvey-Spielplatzes« Mitte Mai eine Bürgerinitiative gegründet hatte und innerhalb kürzester Zeit 1.600 Protest-Unterschriften im Stadtteil gesammelt wurden, sind engagierte BürgerInnen nun auch in der Bremer Neustadt aktiv geworden: Über 20 Menschen haben die Bürgerinitiative für den Erhalt des Spielplatzes Hardenbergstraße / Tieckstraße / Kornstraße gegründet, dessen Fläche zu 2/3 bebaut werden soll. Anlässlich des »Tag des Spielplatzes« fordert die Bürgerinitiative jetzt, den gesamten Spielplatz öffentlich zugänglich zu belassen und nicht zu bebauen. Unterstützung kam von Bürgerschaftsabgeordneten der GRÜNEN und der CDU. Die Initiative macht darauf aufmerksam, dass aus ihrer Sicht die Frage der Betreuungsversorgung von Kindergartenkindern gegen die Bedürfnisse und Interessen aller Kinder und Jugendlichen des Stadtteils ausgespielt wird. Auch die Neustädter Initiative setzt sich daher pro Spielplatz und pro KiTa ein – und listet auf der Internetseite zahlreiche Alternativflächen für den geplanten Neubau der Kita im Stadtteil auf. mehr…

 

In Schwachhausen ist man bereits weiter: Der geplante Kita-Standort wurde wegen des großen Protests bereits zurückgezogen. Der Beirat in Schwachhausen hat zudem eindeutig Position bezogen und einstimmig verabschiedet, das Spielplätze grundsätzlich nicht als mögliche Kita-Standorte in Frage kommen. Ortsamtsleiterin Frau Dr. Mathes hatte in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen, dass seitens des Sozialressorts trotz mehrfacher Aufforderung durch Beirat und Ortsamt in den letzten Jahren keinerlei Vorschläge für Kita-Standorte in Schwachhausen gemacht worden waren. mehr…

 

Mit Gründung der zweiten Initiative gegen die geplante Bebauuung des Spielplatzes in der Neustadt erhöht sich auch Bremen weit der Druck auf das Ressort der Senatorin für »Kinder und Bildung«, alternative Standortvorschläge zu entwickeln und ein tragfähiges Kita-Ausbauprogramm ohne die Bebauung von Spielplätzen vorzulegen. Weiterhin kreativ zeigt sich die Protestinitiative in Findorff: Sie veranstaltete für alle Interessierten ein Frühstück vor Ort auf dem Corvey-Spielplatz. mehr…

 

Schauen Sie dazu den Video-Beitrag »Bürgerinitiative will Kita-Bau auf Spielplatz in Bremen-Neustadt verhindern« in der Mediathek von Sat 1. Lesen Sie dazu online den aktuellen Artikel auf www.bild.de. Ihre Meinung zum Thema? Wir freuen uns auch über Ihren individuellen Eintrag im Gästebuch.

 

Das »Findorffer Wahrzeichen«


Comeback: das Findorffer Windrad ist wieder da!

 © Jens Werner
© Jens Werner

Es hat leider viel länger gedauert, als gedacht: Als im Mai 2015 die Windturbine am Kulturzentrum Schlachthof wegen eines Schadens abgebaut werden musste, hofften die Verantwortlichen, dass das nur ein kurzes Zwischenspiel sein würde. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail und so dauerte es mehr als ein Jahr, bis alles geklärt war und neue Flügel gebaut werden konnten. Doch jetzt ist es endlich soweit: Das »Findorffer Wahrzeichen« ist zurück. Die Windturbine wurde zunächst am Boden zusammengebaut und anschließend von einem Kran wieder auf den Schornstein gehievt. Die Kosten für den erneuten Aufbau konnten übrigens durch eine Crowdfunding-Campagne zusammengebracht  werden. mehr...

Neueröffnung: Findorffer Käsekontor in der Hemmstraße setzt auf Qualität


Ausgereift: Frau Grosch bringt Käse nach Findorff.

Inhaberin Katrin Grosch © Pressefoto
Inhaberin Katrin Grosch © Pressefoto

»Es gibt Berufe und es gibt Berufungen – Käse ist für mich beides!« sagt Katrin Grosch, zertifizierte Fromelière und Inhaberin des Findorffer Käsekontors, das seit Anfang Juni seine Ladentüren geöffnet hat. In dem neuen Fachgeschäft in der Hemmstraße 180 gibt es nicht nur qualitative Käsevarianten aus Tradition und Handwerk in Bremen – Katrin Grosch setzt zudem auch auf persönliche und ausführliche Beratung: »Mir liegt es besonders am Herzen, unseren KundInnen das Wissen um Käse und die besonderen Geschmackserlebnisse, die Käse in all seinen Variationen bereiten kann, zu vermitteln.«  Im Findorffer Käsekontor finden sich dem eigenen Anspruch entsprechend ausschließlich Käsesorten, die in traditionellen Verfahren von Hofkäsereien und Molkereigenossenschaften in der Region, Deutschland und Europa gekäst, gepflegt und ausgereift werden. Ein Schwerpunkt im ausgesuchten Angebot ist dabei schonend hergestellter und besonders geschmacksintensiver Rohmilchkäse. Neben saisonalen Käsesorten gibt es natürlich auch altbekannte Sorten wie englischen oder irischen Cheddar und holländischen Gouda mit unterschiedlichen Reifestufen. Außerdem gibt es alles, was der Käsefan zur Zubereitung von kalten und warmen Käsespeisen benötigt: Qualitative Fondue-Töpfe und Raclette-Geräte, Holzbretter und natürlich Käsemesser. Und was empfiehlt Katrin Grosch Ihren Kundinnen zur Premiere ganz besonders? Die Antwort kommt spontan: »Französischer Camembert de Normandie aus birnengekeltertem Poire – der schmeckt einfach unvergleichlich!«

 

Findorffer Käsekontor, Hemmstraße 180, 28215 Bremen, Kontakt: Telefon 0421 / 69 50 38 78, Telefax 0421 / 69 50 38 77, E-Mail, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 18:30 Uhr, Samstag von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr. Montag ist Ruhetag, mehr Infos unter www.findorffer-kaesekontor.de 

Donnerstag, den 21. Juli 2016: feinster Reggae live im »Haus am Walde«


Open Air: Jahcoustix »Acoustic Frequency«

 

Er lebt seinen Traum vom musizierenden Globetrotter und ist nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit den Weltstars Gentleman und Shaggy ein fester Bestandteil der internationalen Reggae-Szene geworden. Er war auch schon häufiger zu Gast in Bremen – aber das ist neu: Jahcoustix in intimer Akustik-Duo-Besetzung!

 

Mehr und alle Tipps und Termine im Juli 2016

 

Sommerferien für Kids in Findorff? Da geht doch was!


Jugendzentrum Findorff: das Ferienprogramm

Foto: © BelleMedia, www.shutterstock.com
Foto: © BelleMedia, www.shutterstock.com

Ob das große Hollywood-Projekt als viertägiger Kurzfilm-Workshop, das große Grillfest, Minigolf im Bürgerpark oder ein gemeinsamer Ausflug zum Unisee: Von Juni bis Anfang August ist im Jugendzentrum im Findorff in diesem Sommer wieder eine Menge los! Das komplette Ferien-Programm gibt es (auch als Download) unter www.jugendzentrum-findorff.de. Außerdem wird es im Freizi ausgehängt. Weitere Infos für den jeweiligen Monat selbstverständlich auch auf unserem Stadtteilportal unter Tipps & Termine.


Jugendzentrum Findorff , Neukirchstraße 23a, 28215 Bremen, Kontakt unter Telefon 0421 / 361 81 60 oder per E-MailWenn keine Ausflüge anstehen, ist das Freizi von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Das aktuelle Programm findet man an der Eingangstür zum Freizi und unter www.jugendzentrum-findorff.de. 

 

Das komplette Ferienprogramm? Einfach in das Bild klicken!
Das komplette Ferienprogramm? Einfach in das Bild klicken!

Menschen in Findorff: Zehn Fragen an Dorit Roemkens, die seit 21 Jahren im Stadtteil lebt


»Mein Lieblingsort in Findorff ist mein Vorgarten.«

Video: © marvin productions für Rätsch CommunicationsSound: »Life of Riley« von www.incompetech.com

 

Wenn im Sommer die Sonne scheint und die Temperaturen steigen trifft man Dorit Roemkens

 vor der Haustür in ihrem liebevoll gestalteten Vorgarten – manchmal etwas versteckt unter bis zu drei Sonnenschirmen. Sie mag Menschen und der lockere Plausch über den Gartenzaun mit den Nachbarn macht ihr Spaß. Die 77jährige Seniorin ist ein echtes Kommunikationstalent, das direkt auf Menschen zugehen kann. Dorit benennt die Dinge wie sie sind: offen, ehrlich und selbstbewusst, aber niemals persönlich werdend. Wichtig für sie sind ihre Hunde, für die sie immer da ist – ein eigener und der Hund ihrer Tochter. Sie findet: Es ist in den letzten Jahren viel Leben in die Straßen gekommen. Findorff ist für sie im Prinzip sehr hundefreundlich, aber da gibt es anscheinend auch eine dunkle Seite im Stadtteil. Und das Fahrradwege heutzutage direkt auf der Straße sind findet sie nicht gut für junge Familien mit Kindern und ältere Menschen. Starten Sie das Video. mehr...

Erfolgreiche Plakataktion gegen Fremdenhass geht in die 2. Runde


Online Umfrage zu »Menschen Willkommen«

Vor sechs Monaten wurde die Plakataktion »Menschen Willkommen « ins

Leben gerufen – mit großem Erfolg. Durch die Unterstützung von vielen Verteilstationen und die Teilnahme an diversen Veranstaltungen konnten in Bremen und umzu, aber auch in Berlin und Dresden über 6.000 Plakate und Aufkleber verteilet werden. Außerdem gingen fast 1.000 Euro Spenden zur Unterstützung der Aktion ein. Aktuell kommen zwar weniger Hilfesuchende nach Deutschland, aber die Initiatoren sind nach wie vor der Überzeugung, dass es weiterhin notwendig ist, eine Botschaft für ein menschliches Miteinander und gegen Fremdenhass zu setzen. Um noch mehr Menschen zu erreichen, sind weitere Aufkleber mit einem alternativen Slogan in einer anderen Farbe geplant. Welche Medien und welche Kernbotschaft es sein soll – darüber kann online abgestimmt werden. Egal ob positiv oder negativ: Feedback ist gefordert. Dafür wurde jetzt online eine kleine Umfrage vorbereitet. Auch eine anonyme Teilnahme ist möglich. Hier geht es direkt zur Umfrage: www.menschen-willkommen.org

Samstag, den 20. August 2016: Findorff feiert in der Münchener Straße!


Jetzt anmelden: Flohmarkt auf dem Sommerfest

Auch 2016  organisieren die Findorffer Geschäftsleute e. V. wieder das große Findorffer Sommerfest – und natürlich soll es wieder den allseits beliebten Flohmarkt der Findorffer Privatleute geben. Der Flohmarkt macht natürlich besonders viel Spaß, wenn alle verfügbaren Plätze auch voll genutzt werden. Gleichzeitig hat die Erfahrung gezeigt, dass sehr viele Bewerbungen eingehen. Daher rufen die Geschäftsleute bereits jetzt dazu auf, sich für einen Stand anzumelden. Auf dem Sommerfest wird es außerdem selbstverständlich wieder Spiel und Spaß für den gesamten Stadtteil geben. Die Findorffer Geschäftsleute warten auf mit Hüpfburg, Kinderkarussell, Bullenreiten, und vielen weiteren Aktionen und Attraktionen. Für das leibliche Wohl sorgen unzählige kulinarische Angebote, und last but not least wird auf der großen Weser-Kurier-Bühne die Party bis in den Abend gerockt. 

 

 Jetzt  heißt es erst einmal: anmelden für den Flohmarkt! Dafür ist eine persönliche und verbindliche Anmeldung während der Öffnungszeiten im Findorffer Weinladen in der Hemmstraße 179, 28215 Bremen, notwendig. Einfach die gewünschte Breite angeben und die geringe Gebühr von 5,00 Euro pro Meter bezahlen. Vor Ort gibt es dann alle Informationen zum weiteren Ablauf.

 

Das große Sommerfest in Findorff, Samstag, den 20. August 2016, Beginn: ab 13:00 Uhr in der Münchener Straße, 28215 Bremen, weitere Infos auch auf der Homepage der Findorffer Geschäftsleute e. V. unter www.findorff.de

© Pressebild
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In der Diskusson: Bebauung von zehn Spielplätzen geplant


Mangelware: Spielflächen in Bremen

 

Bremen erreicht nicht einmal die Hälfte der angestrebten Ausstattung mit Spielflächen für Kinder. Der »Versorgungsgrad« liegt Bremen weit bei gerade 43 %. In dicht bebauten Stadtteilen wie in Findorff oder in der Neustadt sind freie Spielflächen besondere Mangelware – hier wird oft nicht einmal ein Viertel des Anteils erreicht. Vor diesem Hintergrund Pläne zur Bebauung von Spielplätzen weiterzuverfolgen, widerspricht den berechtigten Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen für ausreichend Spiel- und Freiräume, so das »Bremer Bündnis für eine lebenswerte Stadt«. Das Bündnis hatte kürzlich öffentlich gemacht , dass mindestens zehn Spielplätze in Bremen bebaut werden sollen. Der Weser Kurier titelt dazu aktuell: »Kitas oder Spielplätze«. Konkret geht es um den Bau von Kitas auf Spielflächen in der Neustadt, in Findorff, Osterholz, Schwachhausen und Gröpelingen. Dabei hat Bremen im Koalitionsvertrag ein Programm zur Förderung von Spielraum festgeschrieben. Um welche Flächen geht es genau? mehr...

 

Und hier können Sie den Beitrag im buten un binnen Magazin als Video ansehen und als Artikel unter der Überschrift »Platzmangel in Bremen-Findorff: Mehr Kita, weniger Spielplatz« lesen. Lesen Sie auch im Weserkurier online die Artikel »Was für Findorff auf dem Spiel steht«, »Planung Corveystraße erhitzt Gemüter: Eltern wehren sich gegen neue Dimension« und »Zehn Flächen sollen bebaut werden: Spielplätze oder Kitas? Bildungsbehörde vor Dilemma«. Lesen auch in BILD online »Spielplatzaufstand in Findorff«.

Bürgerinitiative hat über 1.600 Unterschriften gegen eine Bebauung gesammelt


Bedroht: »Hände weg vom Corveyspielplatz!«

© Leben in Findorff und Bürgerinitiative »Keine Bebauung des Corvey-Spielplatzes!«

 

Großer Aktionstag auf dem von einer Bebauung bedrohten Spielplatz Corveystraße unter dem Motto »Hände weg vom Corveyspielplatz«. Über 200 Menschen kamen am Corvey-Spielplatz zusammen. Unter Ihnen mit Frank Pietrzok auch der verantwortliche Staatsrat aus dem Ressort Kinder und Bildung, der sich erstmal ein Bild vor Ort machte. Man werde »den Gesprächsfaden wieder aufnehmen«, gelobte der Staatsrat im Bildungsressort. »Findorff braucht beides – Spiel- und Betreuungsplätze.« Und Spielplatzflächen zugunsten von Kitas zu opfern sei für die Behörde nur die allerletzte Option, so Frank Pietrzok im Weser Kurier. Die Bürgerinitiative »Keine Bebauung des Corvey-Spielplatzes« verwies darauf, dass bisher allerdings noch gar keine Optionen geprüft worden sind. Leben in Findorff forderte darauf hin, umgehend sämtliche alternative Möglichkeiten wie den Ausbau im Bestand oder neue Standorte auf öffentlichen wie privaten Grundstücken in Findorff für Kinderbetreuungseinrichtungen zu überprüfen. Der Bildungsausschuss des Findorffer Stadtteilbeirats hat zwischenzeitlich entschieden, alle Beteiligten schon bald an einen »Runden Tisch« zusammenzubringen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Nach Plänen der Senatorin für Kinder und Bildung sollen mindestens zehn Spielflächen in Bremen für den Neubau von Schulen oder Kindertagesstätten »geopfert« werden. Ganz oben auf der Liste steht die Bebauung des beliebten Spielplatzes Corveystraße in Findorff. Dies finden viele Findorffer Familien nicht hinnehmbar und gründeten eine Bürgerinitiative. Denn im dicht bebauten Findorff gibt es bereits jetzt zu wenig Orte, an denen Kinder spielen können. Zudem ist der Corveyspielplatz auch der Raum für die Integration der künftigen Bewohner des benachbarten Flüchtlingswohnheimes . Die Bürgerinitiative sammelte bisher über 1.600 Unterschriften gegen die Bebauung. Auch die Eltern und ErzieherInnen des Kinder- und Familienzentrums Augsburger Straße gehen auf die Barrikaden: Sie wehren sich gegen die drohende Verkleinerung des Außengeländes und die geplante Abholzung der Bäume am Kinder- und Familienzentrum. mehr...

»Zwischenruf« Nr. 5 von Anke Bittkau und Sandra Stoessel, Spielplatzinitiative Bremen West e.V.


»Keine Verkleinerung der Spielplatzfläche!«

Nach Plänen der Senatorin für Kinder und Bildung soll auf dem Spielplatz Corveystraße in Findorff der Neubau einer Kindertagesstätte entstehen. Damit würde der Spielplatz mit einem wahrhaft riesigen Gebäude verplant, das die Spielfläche um fast die Hälfte reduziert. Anke Bittkau und Sandra Stoessel aus Findorff sind die Vorsitzenden der Spielplatzinitiative-West e.V. und kümmern sich mit anderen Ehrenamtlichen seit Jahren um die Belange von Kindern  in den Bremer Stadtteilen Findorff und Walle. Die beiden Zwischenruferinnen meinen: Kitas auf Spielplätze zu bauen ist kein Konzept, sondern ein Ausdruck offensichtlicher Ratlosigkeit. mehr...

Ausstellung in der kleinen galerie eichenbergerstraße


Cordula Kagemann: »Mixed Media«

 

»Mixed Media« – unter diesem Titel präsentiert die Künstlerin Cordula Kagemann Collagen, Monotypien und Pulp Paintings. Die »kleine galerie eichenbergerstraße« lädt herzlich, diese sehenswerte Ausstellung zu besuchen. Die Ausstellung ist noch zu sehen bis zum 23. Juli 2016. mehr...

 

digital exhibitions präsentiert:


Isa Fischer: »Findorff hausgezeichnet«

Die Idee 100 Bremer Häuser zu zeichnen hatte die Illustratorin Isa Fischer bereits im Jahr 2012. Alle Zeichnungen entstanden draußen vor dem jeweiligen Motiv. Die Häuser befinden sich in verschiedenen Stadtteilen Bremens und wurden nach ganz individuellen Gründen ausgesucht. Jedes Haus, das die Künstlerin mit seiner eigenen Art angesprochen hat, versucht sie mit ihrer Zeichnung zu würdigen. 2013 entstand im Anschluss an eine Ausstellung im  Haus Paula Becker in Schwachhausen das Buch »100 Bremer Häuser«, das auf der zweiten Ausstellung  in der DKV-Residenz am Wandrahm präsentiert wurde. Seitdem zeichnete Isa Fischer etliche weitere Häuser – selbstverständlich auch in »ihrem« heimatlichen Stadtteil Findorff. Wir zeigen Isa Fischers filigrane Illustrationen im Rahmen unserer »digital exhibitions« – ausschließlich mit Findorffer Häusern. mehr...

»Hemmstraße« © Isa Fischer
»Hemmstraße« © Isa Fischer

Bau & Stadtentwicklung


Baustart für Passivhaus an der Kissinger Straße

© GEWOBA
© GEWOBA

Baustart mit Grundsteinlegung durch Bausenator Joachim Lohse für ein neues energiesparendes Passivhaus der Gewoba an der Kissinger Straße. Auf einem 1200 qm großen Grundstück soll Anfang 2017 ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit 16 barrierefreien Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen fertig sein. 2011 mussten das hier vorher befindliche Wohnhaus wegen Einsturzgefahr kurzfristig geräumt werden. Das Haus war ohne ausreichend stabile Gründung auf einer sogenannten Torflinse errichtet worden. mehr...

Verkehr & Mobilität


Findorffstraße: Sanierung für Aufwertung nutzen!

Die einmalige Gelegenheit der bevorstehenden Kanalsanierung an der Findorffstraße sollte genutzt werden, um Sicherheit und Komfort der stark auch von Radfahrern nachgefragten Verbindung nachhaltig zu verbessern und die zentrale Straße auch für den Fussverkehr aufzuwerten, fordert Leben in Findorff und unterstützt entsprechende Vorschläge des ADFC Bremen. Alle Vorschläge auf einem Blick? mehr...

 

 

Umwelt & Grün


Findorff blüht auf: mit Wildblumen und Hochgrün

© Ulf Jacob
© Ulf Jacob

Den tristen, grauen Straßenraum der Münchener Straße bunter und attraktiver zu gestalten – das waren gute Gründe für das 1. Findorffer Pflanzfest. Unter dem Motto »Findorff blüht auf!« hatten der Findorffer Beirat, der Verein Findorffer Geschäftsleute und die Initiative Leben in Findorff mit Unterstützung des Tafelobstgartens und des BUND hier zu einem bunten Frühlingsfest eingeladen. Dank der großartigen Pflanzenspenden und der vielen »Pflanzenpaten« verwandelte sich die Straße in kurzer Zeit zu einem wahren Stadtgarten. Nach der erfolgreichen Premiere des Findorffer Pflanzfestes wird daran gedacht, jährlich ein Frühlingsfest an der Münchener Straße zu veranstalten. mehr...

Stadtteil & Politik


Gewählt: Ergebnisse der Deichwahl stehen fest

Vom 30. April bis zum 27. Mai 2016 hatten rund 90.000 Wahlberechtigte in Bremen Zeit, ihre Vertreterinnen und Vertreter für das Deichamt am rechten Weserufer zu wählen. Das wichtigte Ergebnis der gestrigen Auszählung: Der bisherige Deichhauptmann Dr. Michael Schirmer ist auch der künftige. Im Wahlbezirk 25 (Regensburger Straße, Bürgerweide) setzte sich Ulf Jacob (Bremer Deichschutzliste ) gegen den Mitbewerber Jörn Schmidt (Bürgergruppe Deichsicherheit) durch. Im Wahlbezirk 26 (Weidedamm, In den Hufen) gewann Heribert Eschenbruch (Deichschutzliste) gegen Otto Bremicker (Bürgergruppe). Alle Ergebnisse der Bremer Deichamtswahl in Findorff und in den 31 Bezirken gewünscht? mehr...