Bau & Stadtentwicklung

Plantage


Ein neuer Plan für die Plantage


Das Gewerbegebiet Plantage, ab 1863 erstes Wohnviertel in Findorff und im Zweiten Weltkrieg im Bombenhagel nahezu vollständig untergegangen, präsentiert sich heute als eine etwas unsortierte Mischung aus Wohnbebauung, Gewerbe, Dienstleistung und Kultur. Erste planerische Entwürfe für eine Neugestaltung des knapp 69.000 Quadratmeter großen Areals, die vor allem die Situation in Richtung Admiralstraße deutlich verbessern sollen, wurden jetzt der Öffentlichkeit und der Kommunalpolitik vorgestellt.

 

Vordringliches Ziel des neuen Baurechts ist es, den bisher möglichen, großflächigen Einzelhandel zu verhindern. Unter Berücksichtigung der vielen denkmalgeschützten Industriegebäude – etwa die ehemalige Rohrstuhlfabrik – soll ein Dienstleistungs- und Wohnquartier entstehen, das mit neuen Querungen und attraktiven öffentlichen Aufenthaltsräumen zu einer Wiederbelebung dieses „ungeschliffenen Rohdiamanten“ führt. Große Potentiale werden in der Stärkung und Weiterentwicklung der schon heute ansässigen Kreativwirtschaft gesehen. Ganz vorn auf der Wunschliste der Stadtplaner stehen kulturelle Angebote, umrahmt von öffentlichen Plätzen, die zum Verweilen einladen und zu einer Aufwertung des Geländes führen könnten. Die Umgestaltung kann nur unter Einbeziehung der Eigentümer gelingen, die von Beginn an in die Planungen einbezogen werden sollen, betonten die Vertreterin des Bauressort bei der Vorstellung der ersten städtbaulichen Ideen im Beirat Findorff - siehe unten...

 


Plantage Findorff


Findorff profitiert


Mit den Planungen werden zugleich die Ziele des Innenstadtkonzepts 2025 verfolgt. Dort heißt es zur Plantage als Verbindungsraum zwischen Innenstadt und den Quartieren: „Ziel ist es, die Plantage stärker zu profilieren und als innovatives Wohn- und Dienstleistungsquartier unter Erhalt der signifikanten, denkmalgeschützten Industriebauten weiterzuentwickeln. … Neben der baulichen Aufwertung des Quartiers sind attraktive öffentliche Räume, Grünflächen und Quartiersdurchwegungen zu gestalten.“

 

Bremen Innenstadtkonzept 2025


 

Bebauungsplan


Planungsziele und Zeitplan


Der neue Bebauungsplan „Plantage Findorff“ (Nr. 2465) hat nach Angaben der zuständigen Planer im Bauressort insbesondere folgende Ziele:

  • Verhinderung von großflächigem Einzelhandel und Umsetzung des Zentren- und Nahversorgungskonzeptes als städtebauliche Entwicklungsplanung •Aufwertung des Quartiers und Stärkung der Wohnfunktion
  • Stärkung der Kreativwirtschaft
  • Bestandsschutz des ansässigen Gewerbes

Bereits im 1.Quartal 2015 ist eine Einwohnerversammlung und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Siehe Weser Kurier. Die ausführliche Darstellung der Planung finden Sie unten in der Präsentation als Download.

 

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BBP_02465_plab-1.pdf
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20141111 Plantage Fachaussschus final.pd
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Admiralstraße Plantage

Bunker steht zum Verkauf


Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben will den Bunker Admiralstraße mit 6 Vollgeschossen und rund 4.300 qm Grundfläche samt Grundstück verkaufen. Aus dem Exposé geht hervor, dass das Wohnen an diesem Ort »planungsrechtlich vorstellbar« wäre. »Leben in Findorff« unterstützt die Pläne für eine nichtkommerzielle Nutzung, beispielsweise in Form eines »Kulturbunkers«.

Das Wandbild mit dem Titel »Den Gegnern und Opfern des Faschismus« von Jürgen Walleam wird nach vielfacher Forderungen aus dem Stadtteil, u.a. auch von Leben in Findorff, in Kürze unter Denkmalschutz gestellt. Kulturbehörde und Landesamt für Denkmalpflege haben das Verfahren dazu eingeleitet. Damit würde sichergestellt, dass das Kunstwerk auch nach einem Eigentümerwechsel erhalten bleiben.

Der Künstler Jürgen Waller, ein ehemaliger Professor an der Hochschule für Kunst, erstellte das Wandbild 1984 als Andenken für die Opfer des Bremer Konzentrationslagers, das KZ Mißler. Dieses KZ wurde 1933 am Ende der Admiralstraße in den ehemaligen Lloyd-Hallen errichtet. Es erzählt in miteinander verknüpften Einzelbildern den täglichen Widerstand gegen das Regime und die Unterdrückung der Widerstandskämpfer: Verhöre, Hinrichtungen, Verhaftungen und Inhaftierungen von Menschen, die aus rassistischen Gründen verfolgt wurden, werden abgebildet. Neben und unter dem Bild stehen die Namen von Frauen und Männern, die Gefangene des KZ´s waren und aus unterschiedlichen Gründen verfolgt, misshandelt und ermordet wurden. 


Lesen Sie dazu auch den aktuellen Artikel im Weser Kurier. mehr

 

Das vollständige Expose und alle Informationen zum Verkauf gibt es hier...

 

 

Die neue Findorffer Achse


Neues Leben an der Admiralstraße


Die Umbaumaßnahmen an der direkt angrenzenden Admiralstraße sind erst einmal abgeschlossen: Die lange fehlenden Bäume auf der „Meyerhoffseite“ sind gepflanzt. Zur Erinnerung: „Leben in Findorff“ hatte mit Unterstützung der anliegenden Geschäftsleute und des Findorffer Beirats erreicht, dass im Zuge des Umbaus der einen Straßenseite auch der nord-östliche Teil der Admiralstraße zwischen Herbststraße und Winterstraße mit umgestaltet werden soll. Nach langjähriger Diskussion hatte ein Beschlußvorschlag von „Leben in Findorff“ den Weg freigemacht für die Sanierung der Straße: Ein „Fahrradschutzstreifen“ auf der Nordostseite (zwischen Herbststraße und Winterstraße) wurde danach wie geplant verwirklicht.

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Der vierte Wohnungsneubau in kurzer Zeit  ©creativ planen & bauen GmbH
Der vierte Wohnungsneubau in kurzer Zeit ©creativ planen & bauen GmbH

An der Admiralstraße entsteht außerdem auf einem ehemaligen Gewerbegrundstück (Nr. 23, Glas Gläbe) ein ansehnlicher Neubau - siehe Bild oben - und schließt die dort vorhandene Baulücke. Das Unternehmen creativ planen & bauen GmbH aus Weyhe plant hier ein fünfstöckiges Gebäude mit insgesamt 22 Wohnungen, das sich gut in die vorhandene Bebauung einfügt. Geplant sind 2-3 Zimmer Wohungen in einer Größeordnung zwischen 60 - 100 qm. Baubeginn soll bereits im Frühjahr nächsten Jahres sein. Weitere Informationen mehr...